
1. Studienjahr (Grundstudium)
In diesem Studienjahr steht die grundlegende Fragestellung im Vordergrund, wie sich der Mensch als „Bürger zweier Welten“ vorfindet und die sichtbare wie auch die unsichtbare Welt fruchtbar miteinander in Verbindung bringt, d. h. allgemein priesterlich zu handeln lernt. Religiös-theologische, philosophische-anthroposophische und naturwissenschaftliche Hauptkurse bilden dafür die Grundlage.
2. Studienjahr (Vertiefungsstudium)
In diesem Studienjahr rücken die Themen und Fähigkeiten in den Mittelpunkt, die für den Beruf des Priesters in einer Gemeindetätigkeit vonnöten sind. Sowohl in den Hauptkursen wie auch in den fortlaufenden Kursen steht dies im Zentrum.
3. Studienjahr (Gemeindepraktikum)
In diesem Praxisjahr begegnen die Studierenden in einer Gemeinde den vielfältigen Arbeitsfeldern eines Gemeindepfarrers: Gottesdienst, Unterricht, Seelsorge, Vortragstätigkeit, Öffentlichkeits- und Gremienarbeit. Dabei können sie an der Seite einer erfahrenen Gemeindepfarrerin oder eines erfahrenen Gemeindepfarrers als Mentor diese Bereiche kennenlernen und anfänglich ausüben.
Schlussausbildung (Vorbereitung auf die Priesterweihe)
Sollte nach den drei bisherigen Studienjahren deutlich geworden sein, dass der bisherige Weg zur Priesterweihe führen kann, bereitet dieser ein Semester dauernde letzte Teil der Ausbildung praktisch und inhaltlich auf das Ereignis der Priesterweihe vor. Im Anschluss an diese wird dann zeitnah die Tätigkeit in einer Gemeinde aufgenommen.